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Unser Abenteuer Amazonas war noch nicht zu Ende.

Nach einem Tag Erholung in Manaus bestiegen wir einen der zahlreichen Amazonasdampfer. Ziel war der Hafen von Santarem, das auf halbem Weg zurück Richtung Küste Brasiliens liegt.

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Für die Einheimischen sind diese Schiffe die Hauptverkehrsmittel im Amazonasgebiet. Wir hatten am Hafen eine kleine Kabine gebucht – man sollte meinen, es sei unmöglich, auf 2 Quadratmetern überhaupt Chaos zu verbreiten, aber wir haben das ganz toll hinbekommen.

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Schnell merkten wir, dass 95% der Passagiere auf einem Amazonasdampfer einfach ihre eigene Hängematte dabei haben und diese kreuz und quer auf Deck befestigen, frei nach dem Prinzip „Wer zu spät kommt…“ sind die besten Plätze natürlich schnell vergriffen, und man hängt sich kurzerhand einfach übereinander. Nach kurzer Zeit sieht das Deck dann so aus:

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Planmäßig sollte das Boot am Abend des dritten Tages in Santarem anlegen. Am Abend des zweiten Tages plötzlich helle Aufregung, und „Santarem, Santarem“ Rufe. Ein Teil der Passagiere geht von Bord, nur wir sind natürlich völlig unvorbereitet. Unsere Kabine sah original noch aus wie auf obigem Bild. Also alles blind und blitzschnell in die Rucksäcke gestopft, alle Habseligkeiten an uns gerafft und losgesprintet. Es war ein bisschen wie im schlechten Film – ein Fuß auf dem Schiff, einer an Land, während das Schiff sich schon wieder langsam vom Ufer wegbewegt. Den Sturz ins Amazonas-Hafenbecken konnten wir Gott sei Dank im letzten Moment noch abwenden…

In Santarem machten wir uns erst mal auf die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Eine günstige, aber aus Mangel an Touristen vollkommen leere Unterkunft war schnell gefunden. Nachts stellten wir schnell fest, dass das Hostel so unbewohnt dann doch nicht war, zumindest waren unsere Betten von Hunderten von Flöhen bevölkert. Vom Hotelpersonal ist leider weit und breit niemand mehr zu sehen, deshalb wechselten wir einfach eigenmächtig das Zimmer – die standen ja ohnehin alle leer. Als sich auch das zweite Zimmer als absolutes Flohloch herausstellte und wir uns schon fast die Haut blutig gekratzt hatten, verbrachten wir den Rest der Nacht letztendlich auf dem Boden der Hotellobby…
Aber gut, bei Hunderten von Moskitostichen fallen so ein paar Flohbisse auch nicht mehr weiter auf…


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