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Wir entscheiden uns, eine dreitägige Trekking-Tour durch den Colca Canyon in Angriff zu nehmen, einer Schlucht bei Chivay, ca. 100km von Arequipa. Vom höchsten Punkt aus gemessen ist er 3.200m tief. Zum Vergleich: der Grand Canyon ist „nur“ 1800m tief.

Der Ablauf der Trekking-Tour ist leicht zu merken: Tag 1 runter, Tag 2 durch, Tag 3 rauf… na dann mal los!

Bereits die Anfahrt nach Cabanaconde, dem Startpunkt der Wanderung, eröffnet atemberaubende Ausblicke auf die Landschaft rund um Chivay.

Peru_35 (Large) Peru_10 (Large) Peru_19 (Large)Wir halten am Cruz del Condor und blicken erstmals in den „Abgrund“. Hier ist der Canyon am engsten und steilsten, weswegen man hier morgens die grössten Chancen hat, die riesigen Andenkondore in der Thermik fliegen zu sehen. Leider konnten wir sie hier nur aus der Ferne sehen…

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Am Rand des Canyons: am ersten Tag erwartet uns ein Abstieg von 1.000 Höhenmetern, die meiste Zeit in leichtem Nieselregen.

Peru_74 (Large) Peru_62 (Large)Peru_83 (Large) Peru_80 (Large)Dann kommt doch noch ein Andenkondor vorbei. Unser Guide erzählt uns einige interessante Fakten über die größten Greifvögel der Welt: ihre Flügelspannweite kann bis zu 3-4 Meter betragen und sie werden bis zu 80 Jahre alt. Ausserdem können Kondore bis zu 7.000 Meter hoch fliegen.  Kondorpärchen bleiben ein Leben lang zusammen, stirbt einer der beiden, dann begeht der andere Selbstmord, indem er einfach 8.000 oder 9.000 Meter hoch fliegt…

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Unten angekommen überquert man noch den Fluss Colca und wandert zur ersten Unterkunft. Wir stärken uns mit Coca-Tee und legen erstmal die Füße hoch.

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Früh am nächsten Morgen starten wir mit der Durchquerung des Canyons. Es ist heiss, es ist staubig, und obwohl es die meiste Zeit gerade aus geht, gibt es auch immer wieder kurze aber (bei der Höhe) heftige Anstiege.

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Unser Guide Veronica zupft unterwegs komisches kleines Getier von einem Kaktus und zerquetscht es zwischen ihren Händen. Das Blut der roten Schildlaus, erklärt Sie uns, ist oftmals in Lippenstift oder Rouge als Farbstoff E120 enthalten. Die Schildläuse leben nur auf einer bestimmten Kaktusart, die unter anderem hier im Canyon wächst. Der Verkauf dieser Läuse ist ein kleiner Nebenverdienst für die Einheimischen: in 3 Monaten haben sie ca. 1kg gesammelt, dafür bekommen sie 23 Soles (umgerechnet 6 Euro).

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Irgendwann gelangt die zweite Unterkunft ins Sichtfeld… und was glitzert denn da so himmlisch? Ein Pool! Staubig und verschwitzt springen wir ins kühle Nass und freuen uns auf unser, sagen wir mal, „rustikales“ Zimmer.

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Peru_55 (Large)Am letzten Tag wartet ab 5 Uhr morgens der Aufstieg auf uns, denn bekanntlich gilt ja, wer 1.000 Höhenmeter runtergeht muss irgendwann auch 1.000 Höhenmeter wieder nach oben. Christo schafft die Strecke in 2 Stunden, ich selbst habe mich aufgrund meiner körperlichen Verfassung für das Muli-Taxi entschieden – ob das angenehmer war, sei jetzt mal dahingestellt :)

Die Rückfahrt nach Arequipa wurde nochmals unterbrochen durch einige Zwischenstopps mit tollen Ausblicken… erschöpft, aber glücklich, die Wanderung unternommen zu haben, kommen wir wieder in Arequipa an. Unser nächster Weg führt uns direkt nach Cuzco, denn dort wollen wir Weihnachten und Silvester verbringen…

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