Finanzplanung

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die erste Reaktion auf unsere Reisepläne ist sehr häufig die gleiche: „Habt ihr geerbt/ im Lotto gewonnen?“ oder auch „Das würde ich ja auch so gerne machen, aber das kann ich mir nicht leisten.“

Darauf können wir ganz klar antworten: „Wir haben nicht geerbt, nichts gewonnen, und jeder, der das wirklich tun möchte, der kann das auch.“ Es braucht etwas Geduld und Disziplin, aber die kommt automatisch mit dem Wunsch und dem Willen.

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Der erste Schritt ist nicht unbedingt der leichteste: man sollte sich darüber im Klaren werden, was man möchte.

Wie lange möchte ich reisen (ein paar Monate vs. ein Jahr oder länger)? In welche Länder möchte ich reisen (Südostasien/ Indien/ Teile Südamerikas vs. USA, Australien, Neuseeland etc.)? Welche Ansprüche habe ich (Hostel-Dorm vs. Hotel)? Wie viele Flüge möchte ich einbauen (Reisen auf dem Landweg vs. häufige Kontinentenwechsel)?

Basierend darauf kann man sich ausrechnen, welches Budget man in etwa für die geplante Reise benötigt. Hat man sich dann überlegt, wieviel Geld man monatlich zur Seite legen möchte/ kann, ist auch schon der Sparplan fertig. Wir zum Beispiel haben knappe zwei Jahre lang gespart.

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Wird die festgelegte Sparquote am Anfang des Monats sofort auf ein separates Tagesgeldkonto überwiesen, stellt man seinen Konsum automatisch so ein, dass der auf dem Konto verbleibende Rest ausreicht. Weniger oft essen gehen, sich das ein oder andere paar Schuhe verkneifen – trotzdem hatten wir nie das Gefühl, uns nichts mehr leisten zu können oder schlechter zu leben. Und sogar der jährliche Urlaub war noch drin. Ohnehin gilt: mit der Aussicht auf 1 Jahr Reisen im Hinterkopf ist eine neue Jeans wirklich der kleinere Verzicht.

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Meist fällt vor der Reise schon einiges an Kosten an, abhängig davon, wie viel „Equipment“ man sich noch zulegen möchte. Eine Goretex-Jacke, ein Schlafsack, neuer Bikini, neue Kamera oder Laptop? Es hilft, sich möglichst früh eine solche Liste zu schreiben und diese nach und nach abzuhaken. Ein gekauftes Teil jeden Monat geht in der Regel in den normalen Ausgaben unter, kauft man alles geballt kurz vor Abflug, geht schon mal ein großer Batzen Geld vom Reisekonto ab.

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Wenn es möglich ist, helfen Nebenjobs natürlich, das Reisebudget zusätzlich zu vermehren. Ein Kellnerjob auf dem Oktoberfest zählt da sicherlich zu den lukrativsten. Aber auch Geldgeschenke zum Geburtstag/ zu Weihnachten oder jährliche Bonuszahlungen wandern ohne Umweg aufs Reisekonto. Auch über ebay-Verkäufe alter Technik lässt sich noch erstaunlich viel Geld verdienen, das direkt in neue Technik investiert werden kann.


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