Eigentlich wollten wir ja schon auf den Philippinen mit Walhaien schnorcheln. Dort haben uns jedoch die vielen Erfahrungsberichte abgeschreckt, nach denen die Tiere dort quasi in einer kleinen Bucht „festgehalten“ werden, blutige Schnauzen von den Booten haben, gefüttert werden ohne Ende und man zusammen mit hundert Chinesen mit Schwimmflügeln um ein Tier herumpaddelt. Schon dort hat man uns gesagt „Wenn ihr die Möglichkeit habt, macht das lieber in Mexiko.“ Dort seien die Tiere frei im Ozean unterwegs, und das ganze sei deutlich besser und tierfreundlicher organisiert, und auch das Anfüttern sei hier tabu. Das war uns auch den dreifachen Preis wert.

Und dann war es endlich so weit – von der Isla Mujeres aus fuhren wir mit einem Boot auf den freien Ozean hinaus um die größten Fische der Welt zu suchen.

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Das größte jemals gesichtete Exemplar eines Walhais (der ein Hai ist, kein Wal), war 13,7 Meter lang – bis zu 12 Tonnen werden die Tiere schwer. Sie ernähren sich von Plankton und anderen Kleinstlebewesen, indem sie mit ihrem riesigen Maul Wasser ansaugen (bis zu 6000 Liter pro Stunde), das Plankton herausfiltern und das Wasser durch ihre Kiemen wieder hinausdrücken.

Laut Touranbieter dürfen jeweils nur zwei Personen gleichzeitig zum Walhai ins Wasser. Durchaus lobenswert – leider heisst das in diesem Fall nur dass zwei Leute PRO Boot gleichzeitig zu einem Walhai dürfen und so kann es vorkommen, dass insgesamt zehn Leute sich um ein Tier drängen, nur eben dass diese aus fünf verschiedenen Touren kommen. Wir hatten jedoch Glück, und von unseren drei „Schnorchelgängen“ hatten wir zweimal sozusagen einen Walhai für uns alleine. Insgesamt kamen uns die Tiere, die langsam knapp unter der Wasseroberfläche dahinschwimmen, auch sehr entspannt war. Die Anwesenheit der Menschen schien die Walhaie nicht im geringsten zu interessieren (soweit man das beurteilen kann), und bei Stress wären sie wohl auch einfach abgetaucht. Walhaie haben übrigens auch die dickste Haut aller Lebewesen (15 cm), also würden sie es wahrscheinlich nicht mal merken, wenn man in sie reinschwimmt 😉

Zunächst sahen wir nur die Rückenflossen der Tiere aus dem Wasser ragen, doch der gewaltige Schatten knapp unter der Wasseroberfläche ließ schon die Größe der Tiere erahnen. Schnell ab ins Wasser und schon finden wir uns direkt neben dem riesigen Tier wieder und schnorcheln minutenlang neben ihm her – was für ein Erlebnis und was für wunderschöne Geschöpfe!

Viele, viele Bilder und ein Video sind sicherlich besser geeignet, dieses Erlebnis zu beschreiben! Ankucken und geniessen! :)

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Standesgemäß beendeten wir unsere Tour mit frischem Ceviche und ein paar Bierchen!

DCIM102GOPROG0620654. DCIM102GOPROG0630661.Zusammen mit dem Cenoten-Tauchen bei Tulum war die Begegnung mit den sanften Riesen der Meere absolut unser persönliches Highlight während unserer zwei Monate in Mittelamerika!


Kommentare

Giganten aus der Nähe – Schnorcheln mit Walhaien — 1 Kommentar

  1. Hy!

    Ich war gerade 8 Wochen im Krankenhaus und hab einen Defibrillator implantiert bekommen…
    Eines meiner größten Ziele die ich noch erreichen möchte ist einmal mit den sanften Riesen zu schnorcheln. In welchem Monat wart ihr dort?

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