Auf der Suche nach dem Chicken Bus nach Antigua laufen wir durch Panajachel am Lago Atitlan. Wir hatten uns schon auf viermal Umsteigen eingestellt, da Chicken Busse selten längere Strecken fahren, doch wir haben Glück und latschen genau auf den einzigen Direktbus des Tages zu. Wir reichen dem „Geldeinsammler-Gepäckverstauer-Haltestellenkoordinator“, der in jedem lateinamerikanischen Bus zusätzlich zum Busfahrer mit an Bord ist, unsere (derzeit unverschämt schweren) Rücksäcke nach oben aufs Dach. Als der gute Mann mit meinem Monsterteil ordentlich Schwung holt, um es mit Karacho aufs Dach zu befördern, reisst der Henkel und 15kg fliegen durch die Luft, an meinem Ohr vorbei und gegen die Hausmauer. Wow :)

DCIM100GOPROG0046833.Und los gehts :)

Auch Antigua ist eine wunderschöne, koloniale Stadt, wie wir nun in Mittelamerika bereits einige besucht haben. Die UNESCO – Weltkulturerbe Stadt ist umgeben von mehreren (teils sehr aktiven) Vulkanen, die fast von überall in der Stadt zu sehen sind.

IMG_4818_1 (Large) IMG_4820_1 (Large)Hier ist sogar der McDonalds wunderschön 😉

Bei unserer Suche nach einer Unterkunft landen wir letztendlich im „Yellow House“, mit Sicherheit eines der besten Hostels unseres gesamten Trips. Unfassbar sauber, schön eingerichtet, ein Wahnsinns Frühstück und eine gemütliche Dachterasse auf der sich abends mit anderen Reisenden die ein oder andere Flasche Flor de Cana leeren lässt.

IMG_4813_1 (Large) IMG_4814_1 (Large)Antigua hat viele schöne Cafes, Restaurants und Bars zu bieten. So plätschern die Tage recht gemütlich dahin, doch die Vulkane im Hintergrund der Stadt erinnern uns ständig daran, dass eine Besteigung mit als größtes Highlight in Guatemala gilt. Zugegebenermaßen sind wir seit Nepal immer noch sehr faul und unmotiviert, was Trekking anbelangt – irgendwie haben wir das Gefühl, unser Soll, was wandern betrifft, bereits mehr als erfüllt zu haben :)

Wir entscheiden uns letzten Endes dennoch für eine Besteigung des Acatenango, von dem man eine hervorragende Sicht auf den sehr aktiven Vulkan de Fuego hat. Das ganze ist eine 2-Tages-Tour mit Übernachtung am Kraterrand. Was einem in den Agenturen mal wieder als Sonntagsspaziergang verkauft wird, klingt in Internetberichten eher nach einem Gewaltmarsch. Zudem variieren die Preise für diese Tour enorm – von 30USD (unsere Wahl) bis 160USD ist alles dabei.

Aufgrund von heftigen Unstimmigkeiten zwischen mir und der Kloschüssel steige ich leider kurzfristig wieder aus der Tour aus, und verziehe mich lieber mit einem Buch ins Bett oder ins nächste Cafe und Christo zieht alleine los und bezwingt den Acatenango.

Ein Spaziergang ist das Ganze wahrlich nicht – der Berg hat immerhin fast 4000 Meter und der Weg führt durch loses Geröll steil nach oben. Ein Schritt hoch bedeutet quasi einen halben wieder zurück, und auch die Höhe macht einigen bereits deutlich zu schaffen.

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Leider spielt auch das Wetter nicht so mit wie es sollte. Am Krater angekommen ist außer einer dichten Wolkensuppe erstmal nicht zu sehen und es wird bitterkalt. Mittlerweile ist auch jedem klar, warum die Tour so günstig war: Zelte, Isomatten und Schlafsäcke wären nicht einmal für einen Kindergeburtstag im Garten geeignet und für zwei Tage Hardcore-Wandern muss eine Instant-Nudelsuppe, ein labbriges Toastsandwich, ein Apfel und eine Banane als Verpflegung reichen.

DCIM100GOPROG0076852. IMG_4830_1 (Large) IMG_4862_1 (Large)DCIM100GOPROG0086861.Zu siebt in einem Zelt – na dann wirds wenigstens ein kleines bisschen wärmer :)

Irgendwann klart der Nebel doch noch auf und der Volcan de Fuego kommt in Sicht.

IMG_4824_1 (Large) IMG_4837_1 (Large) IMG_4839_1 (Large)Wie aktiv der Vulkan derzeit ist, sieht und hört man vor allem nachts, wenn man die Lava sehen kann.

IMG_1582_1 (Large)Frühmorgens zieht der Vulkan nochmals eine besondere Rauchwolken-Eruptions-Show ab – wow!

IMG_4836_1 (Large) IMG_4842_1 (Large) IMG_4853_1 (Large) DCIM100GOPROG0096867.IMG_4863_1 (Large)IMG_4865_1 (Large)IMG_4866_1 (Large)IMG_4864_1 (Large)


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