Sie hat uns voll erwischt – die Reisemüdigkeit. Viele Langzeitreisende wissen wahrscheinlich genau, was wir meinen. Es ist ja kein Geheimnis, dass unsere Art zu reisen kein Urlaub ist. Wir sind viel unterwegs, und das mit kleinem Budget. In der Realität heisst das lange und strapaziöse Bus- oder Zugfahrten, günstige Unterkünfte und tägliches Organisieren und Feilschen.

Versteht uns nicht falsch, wir lieben diese Art zu reisen und würden es niemals anders machen wollen. Doch irgendwann muss mal der Pausenknopf gedrückt werden, um die Mengen an Erfahrungen und Eindrücken auch verarbeiten zu können. Besonders unsere Motorrad-Zeit in Vietnam und das Trekking in Nepal waren unheimlich intensiv und anstrengend. Es waren mit die besten Wochen unseres Trips, aber danach ist unser Kopf erstmal voll und die Motivation, im gleichen Tempo weiterzureisen, erstmal dahin. „Noch ein Wasserfall“ und „Noch ein Tempel“ klingt erstmal nicht mehr so verlockend, was schade ist, da man Dingen nicht mehr die Aufmerksamkeit schenken kann, die sie verdienen und viele Details an einem vorbeirauschen. Im Nachhinein tut es einem um dieses Land oftmals leid.

Doch Gott sei Dank gibt es ein wirksames Mittel gegen Reisemüdigkeit: Urlaub! Klingt doof, ist aber so. Urlaub heisst für uns Tempo rausnehmen, langsamer reisen, weniger Pläne machen, sich mehr Komfort gönnen. Und glücklicherweise sind wir hier an genau dem richtigen Ort hierfür. Diesen Ort gibt es nicht in Indiens Großstädten, oder in Nepals Bergen, oder in der mongolischen Steppe. Aber auf Bali und den Gili Islands können wir mal Urlaub machen – nicht umsonst sind diese Inseln beliebte Urlaubsdestinationen. Natürlich sitzen wir auch hier nicht im All-Inclusive 5 Sterne Bunker, aber Gott sei Dank kann man auf Bali für nur 10-13€ pro Person einen schönen Bungalow mit Aircondition bekommen, inklusive Pool und Frühstück.

Und so genießen wir 3 Wochen lang, und auf den Gili Islands kommt zu Claudi sogar noch mehr weibliche Unterstützung dazu, denn hier treffen wir auch noch Bine und Micki.

Bei den Gili Islands, die eigentlich schon zu Lombok gehören, hat man die Qual der Wahl zwischen drei wunderschönen Inselchen: Gili Trawangan, Gili Air und Gili Meno, absteigend sortiert nach Hotel- und Bardichte. Wir entscheiden uns für die goldene Mittel, Gili Air!

Die Tage auf Gili Air vergehen mit Relaxen am Strand, gegrilltem Fisch, Cocktail-Happy-Hours zum Sonnenuntergang, Fahrrad-Erkundungen, Massagen, einem Kochkurs usw. – Urlaub eben :)

Hier ein paar Eindrücke des Insellebens (sogar meine Kamera hatte Urlaub, aber die Mädels haben mir Gott sei Dank zum Teil mit ihren Handybildern ausgeholfen :) )

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IMG_3489_1 (Large) IMG_3492_1 (Large) IMG_3551_1 (Large) IMG_3553_1 (Large)IMG_20150427_115955Ubud ist auch perfekt, um sich einen Roller zu schnappen und Teile Balis in Tagesausflügen zu erkunden. Bali hat uns schnell für sich eingenommen – die Natur ist unbeschreiblich schön, die Reisterrassen lassen einen die eigene Definition von „Grün“ nochmal überdenken, die Einheimischen sind wahrscheinlich mit die freundlichsten Menschen auf diesem Planeten und das Essen ist ebenfalls toll. Und wer behauptet, Bali sei doof weil es viel zu touristisch sei – ja, der war wahrscheinlich nur in Kuta (wo wir auch einen kurzen Zwischenstop gemacht haben, und dort ist es tatsächlich eher schlimm). Man braucht sich nur einen eigenen fahrbaren Untersatz zu besorgen, und eine halbe Stunde rausfahren aus Kuta oder Ubud, und schon ist alles wunderbar. So cruisen wir einige Tage durch Reisfelder, besichtigen Tempel und Vulkane und lassen uns auch von der Regenzeit, die sich dieses Jahr untypisch lange hält, nicht die Laune verderben.

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