Zu unserem nächsten Ziel auf Sulawesi fährt man nicht mal einfach schnell hin. Die Anreise auf die Togian Islands hat es in sich. Hat man es schon mal bis Rantepao geschafft (wohl gemerkt eine mindestens 10stündige Busfahrt von Makassar aus), geht es erst richtig los. Von Rantepao aus gehen täglich klapprige, kleine Busse über kurvige Bergstrassen bis ins nochmals ca. 12 Stunden entfernte Tentena. Nach einer kurzen Nacht dort geht es nochmals einen ganzen Tag lang weiter, bis man schließlich Ampana erreicht. Auch hier muss man nochmals übernachten, um von dort am nächsten Morgen eine Fähre auf die Togian Inseln zu erwischen. Puh!

Samstags ist großer Wochenmarkt in Wakai, der Hauptstadt der Inseln. Entsprechend ist unsere kleine Holz“fähre“ hoffnungslos überladen mit Hunderten Einwohnern Ampanas, die auf den Inseln ihr Gemüse, Obst, Getreide oder Lebendvieh loswerden wollen. Zwischen all den Menschen und Reissäcken finden wir Gott sei Dank noch ein kleines freies Eckchen auf dem Deck. Vier Stunden dauert die Überfahrt… Hier lernen wir Huub aus Holland und Ben aus Cham in der Oberpfalz kennen (der uns erst mal ein Update gibt, wie das Studentenleben in Regensburg denn „heutzutage“ so abläuft :) ), mit denen wir die nächsten Tage verbringen werden.

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Die Togian Inseln sind dermassen abgelegen, dass auch die touristische Infrastruktur (Gott sei Dank) noch in den Anfängen steht. Alle Unterkünfte hier sind kleine Bungalows und funktionieren nach dem All-Inclusive Prinzip, was hier so viel bedeutet dass es dreimal am Tag zu festen Uhrzeiten Reis und Fisch gibt :) Denn Restaurants gibt es auf den kleinen Inseln keine. Strom gibt es nur abends für ein paar Stunden und Süßwasser muss aus Wakai gebracht werden, weshalb es für je 1 Stund morgends und abends fließendes Wasser gibt. Während dieser Zeit sollte man auch dran denken, die Wassertonne im Badezimmer aufzufüllen. Entsprechend wenig Touristen zieht es hier her, und so sind die Togians noch ein wunderschön unverbautes und unversautes Robinson-Crusoe Inselziel!

Im „Black Marlin“ haben wir schnell ein schönes Plätzchen gefunden. Neben schönen Unterkünften bietet es nämlich auch einen gut ausgestatteten Dive Shop – die sagenhafte Unterwasserwelt ist mit der Hauptgrund für einen Besuch der Togians, die sich übrigens fast genau auf dem Äquator befinden. Und da uns der Tauchladen gleich zusagt und es hier quasi ausser tauchen sowieso nicht viele andere Aktivitäten gibt, entschliessen wir uns kurzerhand, unseren längst überfälligen Advanced Open Water Schein hier zu machen. Besonders die Korallen und die Fischwelt um die Vulkaninsel Una Una sind einfach spektakulär! Und bei einer Wassertemperatur von 30 Grad und einer Sicht von 50 Metern macht tauchen einfach nur Spaß… Leider haben wir immer noch keinen Rotfilter für unsere GoPro, daher muss man sich bei vielen der arg blaustichigen Unterwasserbildern einfach noch ganz viele Farben dazudenken :) Die Nahaufnahmen der Tiere stammen übrigens von Dani aus Linz, unserer Tauchlehrerin!

DCIM101GOPROG0734914. DCIM101GOPROG0825217. DCIM102GOPROG0865336. DCIM102GOPROG0885365. DCIM102GOPROG0925408. DCIM102GOPROG0965426.Mittagspause auf Una Una

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IMG_0894_1 (Large) IMG_0901_1 (Large) IMG_0909_1 (Large) IMG_0912_1 (Large)Cuttlefish (Sepia)

IMG_0957_1 (Large)Beim Nachttauchgang gesichtet: Flying Gurnard

IMG_0963_1 (Large)Auch Lobster kommen nur nachts raus

IMG_0969_1 (Large) IMG_0980_1 (Large) IMG_0991_1 (Large)Das Beste kommt zum Schluss: beim Rückweg von Una Una begleitete uns eine Schule von ca. 10 Delphinen minutenlang, zog mit unserem Speedboot mit und unterhielt uns mit tollen Sprüngen!

vlcsnap-2015-05-29-15h48m15s202_1 (Large) vlcsnap-2015-05-29-15h48m22s21_1 (Large)In den Zeiten zwischen den Tauchgängen lässt es sich im Black Marlin in Rotation zwischen Beanbag, Hängematte, Restaurant und Steg wunderbar relaxen, das ein oder andere Buch lesen oder holländische Kartenspiele lernen.

IMG_4064_1 (Large) IMG_4069_1 (Large) IMG_4073_1 (Large) IMG_4078_1 (Large) IMG_4082_1 (Large) Jemand Lust auf frische Kokosnuss?

IMG_4083_1 (Large)Mit etwas Glück lassen sich in der Abenddämmerung vom Steg aus noch vorbeiziehende Delphine beobachten…

Zusätzlich zu den Tauchgängen verbrachten wir unsere Tage im Inselparadies mit Kajaken oder Bootsausflügen zu umliegenden Stränden und zum Quallensee.

DCIM100GOPROG0303904. DCIM100GOPROG0333923. DCIM100GOPROG0343946. DCIM100GOPROG0353970. DCIM100GOPROG0374009. DCIM100GOPROG0384014. DCIM100GOPROG0384040. DCIM100GOPROG0394055.Riesige Seegurke

DCIM100GOPROG0404068. DCIM100GOPROG0444158. DCIM100GOPROG0454165. DCIM100GOPROG0454171. DCIM100GOPROG0464190. DCIM100GOPROG0474203.

Da die Quallen in diesem See keinerlei natürliche Feinde haben, haben sie es auch nicht nötig, giftig zu sein. Von daher kann man völlig beruhigt durch sie hindurchschnorcheln.DCIM100GOPROG0494241. DCIM100GOPROG0494247. DCIM100GOPROG0504252. DCIM100GOPROG0524294. DCIM100GOPROG0544315. DCIM101GOPROG0564339. DCIM101GOPROG0574353. DCIM101GOPROG0584360. DCIM101GOPROG0604387. DCIM101GOPROG0614410. DCIM101GOPROG0634442. DCIM101GOPROG0644455. DCIM101GOPROG0654462. DCIM101GOPROG0674481.Die Abreise von den Togians sollte sich als noch mühsamer erweisen als die Anreise. Zweimal wöchentlich sollte eigentlich eine Fähre nach Gorontalo im Norden der Insel gehen. Nach täglich wechselnden Gerüchten, ob die Fähre denn nun kaputt sei oder nicht, stellte sich letzten Endes heraus, dass man derzeit nur montags abreisen könne. So blieb uns nichts anderes übrig, als letzten Endes zu viert ein kleines Fischerboot zu mieten, das uns stattdessen nach Marissa fuhr. Von dort ging es mit einem privaten Auto weiter nach Gorontalo. Eine Nacht dort und wieder stiegen wir für den ganzen Tag in einen Minibus, um Manado zu erreichen. Auch dort verbrachten wir wieder eine Nacht und nahmen am nächsten Morgen ein Boot zu unserer letzten Station in Indonesien – Pulau Bunaken.

Eins ist sicher – möchte man Sulawesi besuchen, muss man sich auf eine Unmenge an Reisetagen einstellen!

DCIM102GOPROG1335897.Unsere Ersatzfähre

Auch Pulau Bunaken ist vor allem als Tauchparadies bekannt. Entsprechend trifft man hier die verrücktesten Leute und die krassesten Taucher der Welt. In unserer Unterkunft beispielsweise trafen wir eine Gruppe französischer Herren in ihren 60ern, die täglich Tauchgänge auf 70 Metern Tiefe unternahmen, um im Anschluss selbstmitgebrachten französischen Wein aus Tetrapacks zu trinken. Der Reiz des Ganzen hat sich uns noch nicht ganz erschlossen – schließlich gibt es in 70 Metern Tiefe in der Regel nichts zu sehen und der Tauchgang verkürzt sich von ca. 1 Stunde schlagartig auf unter 10 Minuten – relativ blödsinnig 😉

Um unser zweites Indonesien-Visum auch wirklich bis zum letzten Tag auszunutzen, verbrachten wir also noch ein paar Tag hier, um (natürlich) zu tauchen, am wunderschönen Hausriff mit Hunderten von Fischen und vielen Schildkröten zu schnorcheln und zu entspannen.

DCIM102GOPROG1365948. DCIM102GOPROG1526231. DCIM103GOPROG1586382. DCIM103GOPROG1726617.Denn er rückt unaufhaltsam näher – unser Abschied, nicht nur aus Indonesien sondern aus ganz Asien! Unser Ausreiseflug führt uns zunächst (bereits zum dritten Mal) nach Kuala Lumpur…


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