Eine sehr sehr kleine, sehr ruhige und sehr abgelegene Insel sollte letzendlich einer unser absoluten Lieblings-Spots werden: Apo Island. Um hierhin zu kommen, braucht es wie so oft auf den Philippinen mehrere verschiedene Verkehrswege hintereinander: ein Tricycle zurück nach Tagbilaran, eine Fähre nach Dumaguete, einen Bus nach Malatapay und nochmals ein Boot nach Apo Island. Die Überfahrt ist dermaßen rauh, dass die Wellen grade so übers Deck schwappen und wir komplett durchnässt ankommen. Dafür werden wir dann mit einer ganz besonderen Inselatmosphäre empfangen, die uns sofort gefällt.

DCIM101GOPROG1122681. IMG_9175_1 (Large) IMG_9178_1 (Large) IMG_9182_1 (Large) IMG_9185_1 (Large) IMG_9188_1 (Large) IMG_9190_1 (Large) IMG_9211_1 (Large) IMG_9212_1 (Large)Die kleine Inselkirche…In der Vorweihnachtszeit findet hier jede Nacht um 4 Uhr ein Gottesdienst statt. Wie man sieht wird der so gut besucht, dass gar nicht alle Leute drinnen Platz haben. Das gemeinschaftlich gesungene „Silent Night, Holy Night“ dringt über die offene Balkontür bis ins unser Zimmer. So bleiben wir jede Nacht teils schlaflos, kommen dafür aber immerhin etwas in Weihnachtsstimmung.

Apropos Weihnachtsstimmung:

xmas3_1 (Large) xmas2_1 (Large) DCIM101GOPROG0902254. DCIM101GOPROG0882217. DCIM101GOPROG0872169. DCIM101GOPROG0862129.IMG_9260_1 (Large)Der Weihnachtsbraten wird auch schon mal gewaschen

IMG_9228_1 (Large)Balkon bei Sonnenuntergang

DCIM101GOPROG0822052.Die absoluten Stars der Insel sind jedoch die zahlreichen Schildkröten, die tagein, tagaus nur ein paar Meter vom Strand entfernt nur 1-2 Meter unter der Wasseroberfläche zu bestaunen sind und dort seelenruhig ihr Seegras fressen. Man braucht nur den Kopf unter Wasser zu stecken und schon hat man mindestens eines der schönen Tiere direkt vor der Nase. Wahrscheinlich gibt es kaum einen Ort auf der Welt, wo man unter Garantie so leicht so viele Schildkröten alleine beim Schnorcheln sehen kann.

DCIM100GOPROG0691560. DCIM100GOPROG0701582. DCIM100GOPROG0721632. DCIM100GOPROG0721685. DCIM100GOPROG0721709. DCIM100GOPROG0721715. DCIM101GOPROG0751865. DCIM101GOPROG0771958. DCIM101GOPROG0771974. DCIM101GOPROG0781990. DCIM101GOPROG0982403.Nur ein paar Meter weiter draußen lässt sich zwischen den Korallen noch einiges andere Getier beobachten.

DCIM101GOPROG0962360. DCIM101GOPROG1052581.Auf Apo bleiben wir deutlich länger als geplant, doch irgendwann brechen wir dann doch schweren Herzens auf.

DCIM102GOPROG1162712.Zuerst geht es mit der Bangka zurück nach Malatapay.

DCIM102GOPROG1172739. DCIM102GOPROG1182760.Anschließend mit dem Tricycle zum Hafen nördlich von Dumaguete.

DCIM102GOPROG1202799.Von hier bringt uns ein völlig überladenes Boot nach Lilo-An, an die Südspitze Cebus.

DCIM102GOPROG1192779.Dann braucht es auch nur noch zwei verschiedene Busse, und schon sind wir in unserem nächsten Ziel, Moalboal.

In das kleine Städtchen mit dem lustigen Namen kommt man eigentlich nur zum Tauchen – Hauptgrund sind die riesigen Sardinenschwärme, die man hier beobachten kann. Man muss noch nicht mals mit dem Boot rausfahren, direkt vom Diveshop watschelt man ein paar Schritte ins Wasser uns los gehts. Und was man hier zu sehen bekommt, ist wirklich gigantisch! Millionen von Fische bewegen sich wie ein einziger Körper, einzelne Schwärme vereinigen sich zu noch größeren oder teilen sich wieder. Allein durch die eigene Schwimmrichtung und die Luftblasen kann man die ganze Masse wie ein Orchester dirigieren. Die Makrelen, die immer wieder durch den Schwarm schießen, tun ihr übriges.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn sich plötzlich komplett der Himmel verdunkelt, weil direkt über einem eine riesige Wolke aus Sardinen durchzieht. Das ganze macht riesen Spaß – und da wir uns nur ca. 3-4 Meter unter der Wasseroberfläche befinden, verbrauchen wir kaum Sauerstoff und dehnen den Tauchgang auf über 70 Minuten aus.

DCIM102GOPROG1383172. DCIM102GOPROG1403238. DCIM102GOPROG1403287. DCIM102GOPROG1403302. DCIM102GOPROG1403309. DCIM102GOPROG1403347. DCIM102GOPROG1403362. DCIM102GOPROG1423422. DCIM102GOPROG1443519. DCIM102GOPROG1443521. DCIM102GOPROG1453555. DCIM103GOPROG1473734. DCIM103GOPROG1493764. DCIM103GOPROG1493809. DCIM103GOPROG1493821. So ein gelungener Tauchgang will gefeiert werden, da kommt uns eine kleine Getränkespende grade recht. Biene & Uli fanden unsere „Support Our Journey“-Idee so genial, dass sie sie sich pünktlich zur Weihnachtszeit für ihre eigene Page www.travel-the-world-with-us.de geschnappt haben. Als Dankeschön gabs für uns 5€ für Drinks. Das nutzen wir doch gleich für ein kleines Upgrade bei unserem Tanduay Rum – diesmal gibts den (tatsächlich deutlich besseren) 8jährigen Rum und ein paar Cola dazu – Prost!

IMG_9268_1 (Large) IMG_9273_1 (Large)Danke Biene & Uli!!!

Ein letztes Ziel auf den Visayas haben wir noch, und das heisst Malapascua, oberhalb der Nordspitze Cebus gelegen. Unser Plan, einfach ca. 3 Stunde weiter die Küste hochzufahren, geht leider nicht auf. Wir müssen zunächst nach Cebu zurück, wo wir somit schon die zweite Nacht verbringen. Wirklich schön ist es hier nicht, aber reisen auf den Philippinen funktioniert, wie wir schon des öfteren feststellen mussten, manchmal nur langwierig und mit Umwegen. Nun gut, dann geht es eben am nächsten Tag weiter nach Malapascua.

Die Insel liegt schon relativ weit östlich, und wurde daher von Taifun Hagupit nicht ganz verschont, und das, obwohl noch nicht mal alle Schäden von Yolanda im letzen Jahr beseitigt sind. Einige Fischer- und Tauchboote wurden beschädigt oder sind ganz gesunken und liegen nun zur Reparatur am Strand. Die Palmen sehen teils aus wie gerupfte Hühner und einige kleine Hütten sind eingestürzt.

DCIM103GOPROG1523907. DCIM103GOPROG1553925.

Hier wartet noch ein weiteres Unterwasser-Highlight auf uns. Malapascua ist so ziemlich der einzige Ort auf der Welt, an dem man mit ziemlicher Sicherheit Fuchshaie sehen kann. Diese leben eigentlich in der Tiefsee, auf ca. 100-200 Metern. Hier kommen sie jedoch auf eine Höhe von 30 Metern hoch, um sich an einer sogenannten Cleaning-Station von Putzerfischen eine kleine Schönheitsbehandlung zu gönnen, bevor sie wieder abtauchen.

Da die Thresher Sharks ja eigentlich in absoluter Dunkelheit leben, haben sie extrem lichtempfindliche Augen und kommen daher nur in der allerersten Morgendämmerung nach oben. Sobald es zu hell wird, hauen sie wieder in die finsteren Tiefen des Meeres ab. Für uns heisst das früh aufstehen.

So beginnt unser Heiligabend dieses Jahr bereits um 4.30 Uhr auf einem Tauchboot, wo wir erstmal mit Kaffee versorgt werden. Beim allerersten Dämmerlicht geht es ab ins Wasser und hinunter auf 30 Metern. Und wir sehen sie tatsächlich: bis zu 6 Meter lange Fuchshaie mit ihrer charakteristischen, riesengroßen Schwanzflosse. Langsam ziehen sie ihre Kreise und kommen so immer wieder in unser Blickfeld. Leider ist die Sicht nicht überragend, aber ein Foto konnten wir doch knipsen:

vlcsnap-2014-12-25-09h13m59s221_1 (Large)Wie oft bekommt man schon nen 6 Meter Hai zu Weihnachten? :)

Pünktlich zum Sonnenaufgang tauchen wir wieder auf…

DCIM103GOPROG1513895.Leider ist unser restlicher Aufenthalt auf Malapascua komplett verregnet. Unsere weiteren Aktivitäten sind daher vor allem kulinarischer Art. Doch auch das trifft sich ganz hervorragend, denn Weihnachten hat uns ein paar diesbezügliche Spenden ins Haus geweht :)

Von meinem Onkel kam gleich eine 100€ Spende mit dem Verwendungszweck von „Zwei Bier“ 😀 Da uns das doch glatt an unser Limit bringen würde, haben wir uns stellvertretend am Strand zwei leckere Mai Tai mit Schirmchen gegönnt und beim seltenen Cocktail-Genuss auf ihn angestoßen!

IMG_9420_1 (Large)Danke Gerhard!!

Christos Kumpel Andi überraschte uns mit einem leckeren Abendessen! Hier ließen wir uns direkt am Strand leckeren Fisch und ein hervorragendes Chicken Kebab schmecken.

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Danke Andi Raba!!

Das Riesen-Weihnachtsgeschenk meiner Eltern kam mit dem Auftrag, so lecker und teuer essen zu gehen, wie es auf Malapascua nur irgendwie möglich ist! Und was für ein geiles Essen wir dafür bekommen haben! Es gibt tatsächlich einen Italiener auf dieser Mini-Insel – einen echten, authentischen, mit aus Italien importierten Zutaten und einem echten Steinofen, mit hausgemachter Pasta, karierten Tischdecken und italienischer Musik. Ohne Übertreibung schmeckt hier alles wie in Italien.

Über 4 Stunden ausgedehnt ließen wir uns hier 5 Gänge schmecken: einen leckeren Salat mit Parmesan und Balsamico-Dressing, überbackene Gnocchi mit Bolognese-Sauce, Pizza mit Mailänder Salami, Tagliatelle mit Seafood und als Dessert Tiramisu und Panna Cotta. Das ganze natürlich nicht ohne ein Gläschen Wein oder zwei! Davon werden wir sicher noch lange schwärmen!

IMG_9430_1 (Large) IMG_9431_1 (Large) IMG_9434_1 (Large) IMG_9435_1 (Large) IMG_9437_1 (Large) IMG_9441_1 (Large)Danke Mom & Dad!!

Unsere 5 Wochen auf den Philippinen neigen sich langsam aber sicher dem Ende zu und wir machen uns auf den Weg in Richtung Norden…


Kommentare

Schildkröten, Sardinen und Fuchshaie – quer durch die Unterwasserwelt der Visayas — 2 Kommentare

  1. Hey ihr zwei,
    ich wünsche Euch ein gesundes Neues!!! Ich hab schon wieder Fernweh, obwohl ich grad auf Teneriffa bin – Danke dafür :-) Tolle Bilder, mehr davon!!!
    Liebe Grüße,
    Kadda

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