Und wieder nehmen wir einen Bus-Reisetag in Angriff. Eins haben wir schnell gelernt – auch wenn die Abfahrtszeit morgens um 8 ist und die Fahrtdauer mit 5 Stunden angegeben ist, sollte man sich für den gleichen Tag nichts mehr vornehmen. In der Regel darf man mindestens nochmal 3 Stunden aufschlagen und die uralten Busse haben auch regelmäßig Pannen. Diesmal wurde kurzerhand einfach hinten die ganze Bremse ausgebaut und ohne weitergefahren – Gott sei Dank waren es da nur noch 20km bis zum Ziel – Thakek.

IMG_8584 (Large)Thakek selbst hat nicht allzuviel zu bieten, unser Ziel hier liegt ausserhalb der Stadt. So suchen wir gleich nach unserer Ankunft noch Dirk von „Mad Monkey Motorbike“ auf, einen Deutschen, der hier in Thakek seit einigen Jahren den einzigen wirklich ernsthaften und vertrauenswürdigen Motorradverleih der Stadt betreibt. Auch Tim und Kay lernten wir am gleichen Abend noch kennen – die beiden Jungs verbringen nach dem Abi bzw. nach dem Bachelor ein ganzes Jahr in Thakek, um hier Englisch zu unterrichten. Die beiden zeigen uns abends noch das zwar überschaubare aber trotzdem unterhaltsame Nachtleben Thakeks. Dank der Sperrstunde um spätestens 1 Uhr kommen wir aber dennoch früh genug ins Bett um am nächsten Morgen den geplanten Loop zu starten.

Dirk gibt uns einen nagelneuen 125er Yamaha Roller, die gerade mal 200km auf dem Buckel hat, und dann kann es losgehen.

IMG_8589 (Large)Insgesamt legten wir in 3 Tagen etwas mehr als 500km zurück. Der Großteil der Strecke war wunderbar asphaltiert, nur ein ca. 60km langes Stück ist derzeit noch ungeteert. Da die Regenzeit bereits vorbei ist, war die Strecke jedoch trocken und somit ebenfalls gut befahrbar. In der Regenzeit kommt man zeitweise wohl nur mit Enduro-Maschinen die schlammigen Berge hinauf.

Tag 1 führte uns vor allem durch einen Stauseee überflutete Täler.

DCIM102GOPRO IMG_8595 (Large) IMG_8598 (Large) IMG_8605 (Large) IMG_8610 (Large) IMG_8611 (Large) IMG_8613 (Large) IMG_8623 (Large) IMG_8625 (Large)Die erste Nacht verbrachten wir in einem wunderbar ruhigen Guesthouse am Rande des Sees im Dörfchen Phosy Talang.

IMG_8615 (Large) IMG_8621 (Large)Am Morgen des zweiten Tages wartete die ungeteerte Teilstrecke bis Lak Sao auf uns.

DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO IMG_8630 (Large)IMG_8635 (Large) IMG_8638 (Large) IMG_8643 (Large)In zahlreichen kleinen Dörfern machen wir kurze Boxenstopps.

Nach Lak Sao folgt die schönste Strecke. Wir kommen durch viele malerische Dörfer, wo uns freundliche Laoten zuwinken und „Sabaidee, Sabaidee!“ rufen. Wir sehen die Bauern auf den Feldern bei der Heuernte. Wir sehen mächtige Wasserbüffel, die sich in kleinen Tümpeln abkühlen. Im goldenen Abendlicht legen wir die letzten 40km von Na Him bis ins Dörfchen Khong Lo zurück, wo wir die zweite Nacht verbringen werden.

IMG_8654 (Large) IMG_8662 (Large) IMG_8666 (Large) IMG_8681 (Large) IMG_8690 (Large) IMG_8697 (Large)In Kong Lo liegt das Hauptziel unseres Loops – die Konglor Höhle (Tham Konglo).

Diese 7,5km lange Höhle wird komplett von einem Fluss durchflossen und kann so mit schmalen Holzbooten befahren werden. Die Deckenhöhe varriiert von 2 bis über 50 Metern, auch abhängig vom derzeitigen Wasserstand des Flusses.

IMG_8708 (Large) IMG_8711 (Large)Bereits kurz nach der Einfahrt in die Höhle wird es stockfinster, einmal abgesehen vom Licht der Stirnlampen. Wenn man sich die griechische Unterwelt vorstellen müsste, würde sie wohl so aussehen. Auch wenn plötzlich Gollum auf einem der zackigen Felsen sitzen würde, die aus dem dunklen Wasser ragen, würde man sich nicht allzusehr wundern.

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Bei einigen engen Stellen mit Stromschnellen müssen wir aussteigen und unsere Guides ziehen das Boot nach oben über die Schnellen. Auf dem Rückweg fahren wir dann einfach durch.

IMG_8739 (Large)Licht am Ende des Tunnels

In dieser Höhle leben übrigens auch sogenannte Riesenkrabbenspinnen – mit einer abartigen Größe von 25 bis 30 cm (!!) gehören sie eindeutig mit zu den größten Spinnen der Welt. Gott sei Dank hat sich keines der Viecher blicken lassen.

DCIM102GOPRO DCIM102GOPROIm Anschluss an die Besichtigung der Höhle nehmen wir den Rückweg nach Thakek in Angriff und kommen pünktlich zum rotglühenden Sonnenuntergang über dem Mekong mit schmerzendem Hintern und Rücken aber glücklich dort an. Wir verbringen nochmal einen gemütlichen Abend mit Tim und Kay, bevor es am nächsten Morgen weiter geht in Richtung Pakse.

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Kommentare

Roadtrip zur Konglor-Höhle — 6 Kommentare

    • Auf Si Phan Don können wir uns vor lauter Laziness grad gar nicht retten :) In zwei Tagen läuft leider unser Visum aus, dann müssen wir raus… Bussl nach Hause!

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