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2013: Neues Jahr, neue Reisepläne. Und wieder das gleiche Dilemma: zu viele Reisewünsche, zu wenig Zeit. Einmal im Jahr für drei Wochen am Stück – so richtig glücklich macht uns das einfach nicht.

Am Ende unseres Auswahlprozesses jedoch hatten wir einen Sieger – es geht nach Myanmar, oder Burma, oder Birma – wie auch immer! Viel ist zu lesen über dieses Land, das sich erst seit kurzem der westlichen Welt öffnet, sehr oft fällt der Satz „So schnell wie möglich“ Burma zu besuchen, um ein noch vergleichsweise ursprüngliches Land mit unvoreingenommenen und offenen Einheimischen zu erleben.

Die Informationsbeschaffung ist schwierig – bei sich derart schnell ändernden Reisebedingungen sind alle erhältlichen Reiseführer zwangsläufig veraltet und somit nicht zu gebrauchen. Auch Internetforen liefern sehr widersprüchliche Informationen bezüglich Reisekosten, Fortbewegungsmöglichkeiten oder Geldbeschaffung.

Geldautomaten gibt es momentan wohl noch keine im Land, das gesamte Reisebudget muss somit bar von zu Hause mitgebracht werden. Doch die Burmesen nehmen auch nicht alles – nur frisch gedruckte Dollarnoten, ohne Riss, ohne Knick und dann auch noch mit bestimmten Seriennummern werden angenommen.

Dann einige Tage vor unserer Abreise  beunruhigende Nachrichten: die Konflikte zwischen Buddhisten und Muslimen sind erneut entflammt, es kommt zu zahlreichen gewalttätigen Auseinandersetzungen, auch in der Hauptstadt Yangoon. Angeblich werden einzelne Viertel abgesperrt, abends wird Ausgangssperre verhängt. Schließlich spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung aus. Wir sind verunsichert, beschließen aber dennoch, zu fliegen.

Bei unserer Ankunft in Yangoon merken wir sehr schnell, dass mit dem Preisgefüge in Myanmar momentan etwas so gar ncht stimmt. Während zum Beispiel essen oder Transport lächerlich günstig sind, wird bei den Unterkünften richtig hingelangt. Bei weitem nicht alle Hotels haben eine Genehmigung, Ausländer aufzunehmen, außerdem ist natürlich durch den stetig wachsenden Strom an Touristen die Nachfrage enorm gestiegen.

So bezahlen wir umgerechnet ca. 35€ (!) für unser komplett weiß gekacheltes Zimmer ohne Fenster:

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Wir starten los, um Yangoon zu erkunden. Gleich am ersten Abend müssen wir ziemlich lange suchen, um ein offenes Restaurant zu finden, die Straßen wirken ziemlich ausgestorben. Dort treffen wir einen Amerikaner, der bereits seit 3 Jahren in Yangoon lebt und uns wertvolle Tips gibt. Er klärt uns auch auf, dass tatsächlich seit einigen Tagen abends Ausgangssperre herrscht und viele Läden deshalb geschlossen haben.

IMG_7842 (Andere) IMG_7841 (Andere) IMG_7892 (Andere) Myanmar_56 (Andere)Kleine Kakerlaken-Knabberei gefällig?

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Unheimlich leckeres  indisches Restaurant: das Gericht kostet ca. 1,50€ und es wird so oft ungefragt nachgefüllt, bis man platzt.Myanmar_25 (Andere) Myanmar_120 (Andere)Am zweiten Abend haben wir schon mehr Glück mit offenen Bars!

Hauptsehenswürdigkeit in Yangoon ist die Shwedagon Pagode, das religiöse Zentrum des Landes und eine der wichtigsten buddhistischen Bauten ganz Asiens. Die imposante, auf Marmorplatten erbaute Stupa ist über 100 Meter hoch. Das Gewicht der Goldplatten, mit denen die Stupa gepflastert ist, wird auf über 60 Tonnen geschätzt, ihr Schirm ist mit Tausenden Rubinen, Diamanten und Saphiren verziert und ihre Spitze ziert ein 76karätiger Diamant.

Man kann sich problemlos einige Stunden im Areal um die Shwedagon Pagode aufhalten, die betenden Menschen beobachten, die zahlreichen kleineren Tempel und Stupas außenherum besuchen und natürlich einfach staundend zur leuchtenden Stupa aufschauen. Besonders abends herrscht hier eine sehr schöne Stimmung.

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Nach zwei Tagen in der Hauptstadt Myanmars brechen wir auf zu unserem zweiten Stop, dem Inle-Lake.

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Warten in der Hitze am Busbahnhof…

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Wenn das mal nicht stilvoll ist, ein Kronleuchter im Langstreckenbus! Unser Sitzplatz befindet sich übrigens in der Mitte des Busses, die hintere Hälfte wurde einfach komplett vollgeladen. Doch auch zwischen Ladung und Decke haben noch so einige Menschen ein Schlafplätzchen gefunden!

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Permanente Beschallung mit burmesischer Karaoke…

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Abendessen an der Raststätte – was soll ich mit dem ganzen Grünzeug?

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Die westlichen Sitzklos gibt es in Burma erst vereinzelt – da kann eine Anleitung nicht schaden!


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