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Am Nachmittag des 21. April landen wir voll gespannter Erwartung in Neu Delhi – die Hauptstadt Indiens gehört mit seinen über 16 Millionen Einwohnern zu den Megastädten dieser Erde. Wir haben für die ersten Nächte ein Hostel reserviert und haben auch gleich einen Pickup-Service mitgebucht.

Nachdem uns unser Fahrer in Paharganj, einem Viertel Delhis, in dem sich die meisten Budget-Unterkünfte und Restaurants befinden, absetzt, trifft uns der berühmt-berüchtigte indische Kulturschockhammer erst mal mit voller Wucht. Hitze, Gestank, Lärm, Gewusel – all unsere Sinne sind erstmal völlig überfordert. Die geschäftsfindigen Inder kennen den dümmlichen Gesichtsausdruck von „Zum-ersten-Mal-und-erst-seit-fünf-Minuten-in-Indien“-Touristen wohl zu gut und Scharen von Tuk-Tuk Fahrern, Verkäufern und Touranbietern versuchen, die Gunst der Stunde auszunutzen und bedrängen uns mit ihren Angeboten.

Unser Fahrer zeigt in Richtung einer Gasse, irgendwo dort hinten sei unser Hostel, für das Auto sei die Gasse aber viel zu eng.

Am Eingang zur Gasse befindet sich ein Stand mit gegrillten Hühnchen. Direkt daneben, in Spritzweite der sich am Spieß drehenden Hühnchen, ein öffentliches Urinal. Mentale Notiz: „Abendessen gibts heute woanders“. Nach einigem Suchen finden wir dann doch noch unsere Unterkunft, legen unser Gepäck ab, atmen tief durch und wagen uns wieder nach draußen.

IMG_5781 (Andere)In Paharganj gibt es viele Rooftop-Restaurants – bei einem kühlen Kingfisher-Bier lässt sich das emsige Treiben aus der Vogelperspektive zunächst um einiges entspannter beobachten. So lassen wir unseren ersten Abend in Indien ausklingen…

Nordindien_17 (Andere) Nordindien_27 (Andere)Am nächsten Tag stürzen wir uns Vollgas ins Getümmel, düsen die Sehenswürdigkeiten Delhis ab und akklimatisieren unsere Sinnesorgane.

Wir merken schnell – „schlendern“ oder „spazierengehen“ und „flanieren“, in Indien schlicht nicht möglich. Eher gleicht das Ganze einem Slalomlauf durch Müllhaufen, am Boden sitzende oder schlafende Menschen und Kuhfladen. Alle Sinne sind permanent angespannt, ein Auge ist nach vorne gerichtet, eines nach hinten – durchdringendes Hupen hier, Fahrradrikscha kämpft an gegen motorisierte Rikscha, beide brausen mit nur einigen Zentimetern Abstand an uns vorbei, dazwischen flanieren königlich immer wieder die heiligen Kühe hindurch (die können flanieren!), und suchen in den Müllhaufen nach Essbarem. Unsere Augenwinkel und Nasenlöcher sind mit Dreck verklebt, am Ende des Tages schwirrt uns der Kopf. So viele Eindrücke, so viel Leben auf einmal muss erst mal verarbeitet werden.

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Red Fort: 

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Jama Masjid Moschee: Nordindien_55 (Andere) Nordindien_40 (Andere)Nordindien_68 (Andere)

Blick aus dem Minarett:

Nordindien_86 (Andere) Nordindien_80 (Andere) Nordindien_74 (Andere) IMG_5655 (Andere) IMG_5653 (Andere)IMG_5674 (Andere)Mahatma Gandhi’s Grab:

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Humayun-Mausoleum:

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Weitere Impressionen aus Delhi:

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