Zusammen mit Cameron & Bella brechen wir von Nong Khiaw aus auf zurück nach Luang Prabang. Am Busbahnhof bekommen wir wieder einmal zu spüren, wie langsam die Uhren in Laos ticken. Für den von uns gebuchten „VIP Minibus“ galt das gleiche wie für alle Tuk Tuks und Busse in Laos – bis das Teil nicht voll ist, fährt es auch nicht los. So vertrieben wir uns die Stunden am Busbahnhof von Nong Khiaw mit Boccia und verloren haushoch gegen den Busfahrer.

IMG_8397 (Large) IMG_8395 (Large) IMG_8393 (Large) IMG_8389 (Large)Nach einem eintägigen Zwischenstop in Luang Prabang fuhren wir weiter Richtung Süden nach Vang Vieng. Auch dabei hatten wir wieder so einen guten Plan: Abfahrt 18.00 Uhr, Ankunft 23.00 Uhr. Die Realität sah leider so aus: Abfahrt 20.00 Uhr, Bus-Innentemperatur 14 Grad, Essensstop um 1.45 Uhr, Ankunft um 3.30 Uhr. Puh!

Vang Vieng liegt wunderschön am Nam Song Fluss zwischen Karstbergen und Dschungel.

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Vang Vieng ist vor allem für eines bekannt: als eine der ehemals größten Party- und Drogenhochburgen Südostasiens. Hunderte von Backpackern kamen hierher um beim Tubing in einem LKW-Reifen den Fluss hinunter zu treiben, vorbei an über 20 Uferbars, in denen eimerweise Billigalkohol sowie Gras, Magic Mushrooms und Opium verkauft wurden und man sich von Schaukeln und Seilbahnen in den Fluss stürzen konnte. Dass diese Kombination nicht wirklich gut gehen kann, liegt auf der Hand: Allein im Jahr 2011 starben angeblich 27 Touristen in Vang Vieng, Knochenbrüche und Platzwunden gab es jeden Tag. Die laotische Bevölkerung war wenig erfreut über halbnackte, bemalte Westler, die grölend durch die Straßen Vang Viengs torkelten.

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2012 war dann Schluss: die laotische Regierung ließ quasi über Nacht alle Uferbars und Schaukeln abreissen, Sperrstunden wurden verhängt. Der Tourismus brach um 70% ein. Seitdem versucht sich Vang Vieng eher wieder als Outdoor-Paradies zu vermarkten, der Schwerpunkt des Tourismus liegt eher wieder auf Kayaking, Biken und Klettern.

Jetzt, 2 Jahre nach der Tabula-Rasa-Aktion bietet sich in Vang Vieng jedoch ein gemischtes Bild, insgesamt haben wir eher das Gefühl, das Tubing und der Party-Tourismus seien wieder auf dem Vormarsch.

Auch wir verbrachten einen witzigen Tag beim Tubing. Vier Uferbars sind mittlerweile wieder geöffnet, die größte davon gehört angeblich dem Polizeichef der Stadt.  So treibt man von Bar zu Bar und wird dort mit Seilen ans Ufer gezogen. Es gibt Eimer, es gibt Matsch-Volleyball, es gibt Beer-Pong. Doch die großen Massen sind nicht mehr hier (schon gar nicht jetzt in der Low Season), und auch die Seilbahnen und Rutschen sind weg. Auch Drogen sind ja mittlerweile offiziell streng verboten – doch auch hier gibt es mindestens einen Laden in der Stadt mit einer offiziellen „Happy Pizza/ Shake/ Omelette“ Speisekarte – gehört wahrscheinlich auch dem Polizeichef :)

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DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPROUm Vang Vieng herum gibt außerdem viele tolle, riesige Höhlen zu erkunden:

IMG_8450 (Large)IMG_8437 (Large)Buddha-Statue im Höhleneingang

Schon nach kurzer Zeit sind die Stirnlampen die einzige Lichtquelle in der Höhle und man hört nur noch das Wasser von der Decke tropfen und sieht hin und wieder ein paar Spinnen und Fledermäuse.

IMG_8446 (Large)Anschließend lässt es sich in der Blue Lagoon wunderbar abkühlen.

IMG_8477 (Large) IMG_8469 (Large)IMG_8480 (Large) IMG_8424 (Large)Neues Lieblingsessen: Green Papaya Salad (unreife Papaya mit Fischsauce, Limettensaft und Chili und gerösteten Erdnüssen) – hmmmm

Auch in Vang Vieng erwischte uns wieder das „Laos-Phänomen“: Tag um Tag verstrichen und wir konnten uns einfach nicht losreissen. Das Bett im Bungalow war einfach zu bequem, die Frucht-Shakes zu lecker, die Auswahl an Restaurants und Speisekarten zu groß… aber morgen fahren wir weiter, ganz sicher!!!

 


Kommentare

In the Tubing – Vang Vieng — 2 Kommentare

  1. Ohhh Laos! Wie schön!

    Ein Glück das diese völlig unverantwortliche Party-Hochkultur ein Ende hat, das war damals wirklich unerträglich (hab ich gehört)

    • Yyyeeaahhh Laos!!
      Jetzt kommen einfach weniger Besucher auf fast die gleiche Anzahl an Bars, so dass diese sogar Freigetränke anbieten müssen! Echt schlimm;)
      Wie hast du das damals nur ausgehalten (ohne die Freigetränke??)?

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