Die kleine Stadt Hoi An wird von den meisten Vietnam-Reisenden als ihr absolutes Highlight beschrieben, als der Wort, der ihnen am besten gefallen hat. Nicht ein negatives Ort haben wir bislang gehört. Entsprechend freuen wir uns auf unsere Ankunft dort. Bei unserer nicht immer entspannten Tour durch die Berge schwebt Hoi An des öfteren wie eine „Belohnung“ vor unserem geistigen Auge. Zur Entspannung und Regeneration wollen wir uns hier deshalb auch zwei Ruhetage gönnen.

Passenderweise erreicht uns zum richtigen Zeitpunkt auch noch eine Übernachtungsspende! Bei dem unglaublich tollen Preis-Leistungsverhältnis in Hoi An hauen wir ausnahmsweise mal so richtig auf die Kacke und gönnen uns ein tolles Zimmer, mit Badewanne (die im vietnamesischen Winter auch täglich genutzt wird), Balkon und wahnsinns Frühstücks-Buffet. Das ganze kostet uns 16€ die Nacht!

IMG_0422_1 (Large) IMG_0433_1 (Large)Die erste Nacht und ein Teil der zweiten geht somit aufs Konto unserer lieben Spender, wir und unsere Rücken sagen DANKESCHÖN!!!

Danke Katha und Michael!!!

Hoi An ist ein alter Hafen der Seidenstraße und ist völlig zurecht UNESCO-Weltkulturerbe. Das schöne an Hoi An ist, dass man hier eigentlich keinerlei Sightseeing-„Programm“ erfüllen muss, denn außer durch die Altstadt zu schlendern hat man hier eigentlich keinen großen Auftrag. Sowohl motorisierte Fahrzeuge als auch Neonlicht sind innerhalb der Altstadt verboten – was für eine Seltenheit in Asien und welch Wohltat für Augen und Ohren. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Wir schlafen viel und lange, machen Kaffeeklatsch, stöbern durch die Läden und gehen essen. Wir sind auch nicht böse, dass es mal einen Nachmittag regnet, da trinken wir doch einfach noch einen Kaffee oder gehen nochmal in die Badewanne.

IMG_0436_1 (Large) IMG_0437_1 (Large) IMG_0439_1 (Large) IMG_0442_1 (Large)Hoi An ist die Stadt der Schneider, über 200 gibt es hier angeblich. Ungefähr jeder Tourist hier lässt sich deshalb auch zu unschlagbaren Preisen Anzüge, Schuhe, Kleider, Mäntel oder ähnliches maßschneidern. Wir haben dafür weder Muße, Budget noch Platz im Rucksack übrig, merken uns das aber mal irgendwann für die Zukunft vor.

IMG_0445_1 (Large) IMG_0451_1 (Large) IMG_0452_1 (Large) IMG_0457_1 (Large) IMG_0458_1 (Large)So hübsch die Altstadt am Fluss mit ihren Brücken und alten Häusern ist, Hoi An ist  definitiv touristisch vollständig ausgeschlachtet. Die Altstadt fühlt sich für uns eher ein wie ein großer Touristen-Vergnügungspark. Es gibt hier kein Haus, das nicht in ein Restaurant, Cafe oder einen Souvenirladen verwandelt wurde. Nach einem Tag gehen uns das aggressive Gewedel mit den Speisekarten und das ganze Tam Tam schon wieder etwas auf die Nerven. Der Kontrast zu den Tagen im Hochland könnte auch kaum größer sein – hat man uns dort aus reiner Neugier und Freude zugewunken und angesprochen, sind wir hier in den Augen der Einheimischen wieder nichts weiter als wandelnde Geldbeutel und schon der Supermarkt-Besitzer winkt einem schon aus 200 Metern Entfernung „freundlich“ rufend zu.

IMG_0463_1 (Large)Auch unsere besonderen Freunde, die chinesischen Reisegruppen, sind wieder hier und lassen sich aufgrund ihrer unheilbaren Allergie gegens zu Fuß laufen am Ufer entlang kutschieren.

IMG_0465_1 (Large) IMG_0467_1 (Large) IMG_0469_1 (Large) IMG_0473_1 (Large) IMG_0477_1 (Large) IMG_0480_1 (Large)Und da war ja noch eine weitere Spende, deren Einlösung schon lange überfällig war! Was wir so leichtfertig mit „5€ für zwei Bier“ betitelt haben, sieht in Hoi An auch etwas anders aus. Denn der Bierpreis liegt hier bei sage und schreibe 20 Cent pro Glas! Da müssen wir uns ordentlich ranhalten, aber Gott sei Dank waren wir ja nicht nur einen Abend hier!

IMG_0484_1 (Large)Vielen Dank für die Spende, Karin, Marcel und Otto!

Bestens ausgeruht und gestärkt satteln wir also nach zwei Tagen unser Moped wieder auf, es geht weiter Richtung Norden! Zunächst wartet der berühmte Wolkenpass auf uns…

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