Unsere Einreise nach Kambodscha wäre ein ganzes eigenes Kapitel wert – und kein sehr schönes. Zusätzlich zu den mittlerweile 35$, die man fürs kambodschanische Visum blechen muss, knöpfen einem die Grenzbeamten beider Länder hier noch sogenanntes „Tea Money“ ab, quasi ein eigenmächtig erhobenes „Schmerzensgeld“ dafür, an einem Grenzübergang am A der Welt stationiert worden zu sein. Insgesamt ist man dann nochmal 2$ laotische Stempelgebühr, 2$ kambodschanische Stempelgebühr und 1$ fürs Fiebermessen bei der „Medical Inspection“ los, die ohne Umwege direkt in die Hosentaschen der Grenzer wandern. Die beiden schicken Grenzgebäude stehen unbenutzt in der Gegend herum, die kompletten „Formalitäten“ werden stattdessen in kleinen Holzhütten auf staubiger Straße erledigt.

Auch der völlig überteuerte „VIP Minivan“, der eine blitzschnelle 4-Stunden-Fahrt nach Siem Reap verspricht, ist eine dreiste Touri-Falle. Stundenlanges und mehrmaliges Warten, Busse wechseln und natürlich passen 15 Touris in einen Minivan mit 12 Sitzen… ziemlich entnervt kommen wir irgendwann abends in Siem Reap an.

Siem Reap ist Ausgangspunkt zu einer der größten Sehenswürdigkeit ganz Asiens – den Tempeln von Angkor. Nirgendwo auf der Welt gibt es größere architektonische und archäologische Reichtümer an einem Ort. Circa tausend Tempel sind heute noch mehr oder weniger erhalten von einer Stadt, die an ihrem Zenith eine Million Einwohner hatte – und das zu einem Zeitpunkt, als in London gerade einmal 50.000 Menschen lebten. Vom 9. bis zum 15. Jahrhundert stellte Angkor den Mittelpunkt des Khmer-Königreiches dar. Und wie es der Lonely Planet so schön sagt vereint Angkor „die epische Größe der Chinesischen Mauer mit den feinen Details des Taj Mahals und der Symmetrie und Symbolkraft der Pyramiden von Gizeh“.

Der bekannteste Tempel in Angkor ist Angkor Wat, das größte religiöse Bauwerk der Welt, hinter dem jeden Morgen besonders spektakulär die Sonne aufgeht.

IMG_9578_1 (Large)Leider muss man für ein solches Bild aber erst mal kämpfen:

IMG_9618_1 (Large)Da das gesamte Tempelareal über 200km2 groß ist, verlaufen sich die Massen nach dem Sonnenaufgang aber relativ gut, und ohnehin gibt es so viele spannende Ecken zu entdecken, dass man ziemlich schnell für sich alleine ist.

IMG_9621_1 (Large)Angkor Wat im Morgenlicht

IMG_9636_1 (Large) IMG_9643_1 (Large) IMG_9662_1 (Large) IMG_9105_1 (Large) IMG_9127_1 (Large) IMG_9137_1 (Large) IMG_9206_1 (Large) IMG_9236_1 (Large) IMG_9252_1 (Large) IMG_9255_1 (Large)Bayon ist besonders bekannt für die insgesamt 126 meterhohen Steingesichter die von 54 Türmen auf einen herunterblicken.

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DCIM102GOPRO IMG_9681_1 (Large) IMG_9698_1 (Large) IMG_9715_1 (Large) DCIM102GOPRO IMG_9458_1 (Large) IMG_9461_1 (Large) IMG_9478_1 (Large) IMG_9513_1 (Large) IMG_9745_1 (Large) IMG_9750_1 (Large) IMG_9761_1 (Large) IMG_9770_1 (Large) IMG_9916_1 (Large)

Besonders schön an Angkor ist die Zugänglichkeit der Tempel – es gibt kaum abgesperrte Bereiche und so kann man ungehindert auch bis in die letzten Winkel vordringen.

Der bekannteste Tempel ist aber wohl Ta Prohm – passend auch „Jungle Tempel“ oder „Lara Croft Tempel“ genannt. Hier sieht man eindrucksvoll, wie sich die Natur langsam aber sicher das Bauwerk zurückerobert und beim Erkunden der Tempelanlage kann man sich noch ein kleines bisschen wie Indiana Jones fühlen.

DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO DCIM102GOPRO IMG_9412_1 (Large) IMG_9786_1 (Large) IMG_9795_1 (Large) IMG_9804_1 (Large) IMG_9814_1 (Large) IMG_9833_1 (Large) IMG_9848_1 (Large) IMG_9855_1 (Large) IMG_9860_1 (Large) IMG_9866_1 (Large) IMG_9878_1 (Large) IMG_9882_1 (Large) IMG_9890_1 (Large)IMG_9779_1 (Large)Noch so ein Hobby-Indiana Jones :)

Angkor – sicher eines der ganz großen „Must Sees“ Asiens bzw. der Welt.

Nach einem ausgiebigen Einblick in die Tempelanlagen feiern wir noch Halloween in Siem Reaps „Pub Street“ und verlassen das touristische Zentrum Kambodschas in Richtung Battambang.


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